Wieder arbeiten können dank "anna"

"Unser Angebot 'anna' richtet sich an psychisch beeinträchtigte Menschen, die wieder einen Weg zurück in das  Arbeitsleben suchen", erklärt Hubert Schmalhofer, Leiter der Lernwerkstatt. "Das ist oft mit großen Anstrengungen verbunden, denn es gilt die eigene psychische Beeinträchtigung anzunehmen, nicht aufzugeben und darüber hinaus noch in der Arbeitswelt Fuß zu fassen", so Schmalhofer weiter.

Die Teilnehmenden nähern sich langsam an Arbeit an, erfahren eigene Belastungsgrenzen und entwickeln neue berufliche Perspektiven. Alle haben ein Ziel: in Arbeit zu kommen und zu bleiben. "anna"  gliedert sich in das sogenannte Assessment, in dem eine umfangreiche Diagnostik und Abklärung der Fähigkeiten und Potentiale für eine berufliche Integration erfolgt, und der eigentlichen Integrationsmaßnahme. Diese enthält die berufliche Qualifizierung in Arbeitsbereichen der Lernwerkstatt und die berufliche Qualifizierung in einem betrieblichen Praktikum. Sie dauert 9 Monate.

 

In Arbeit kommen und bleiben

Die Betroffenen haben große Herausforderungen zu meistern. Damit dies gelingt, begleiten sie engagierte Fachkräfte. Sozialpädagog/innen, Psycholog/innen, Ausbilder/innen und Anleiter/innen kommen ihrer anspruchsvollen Aufgabe mit viel Einfühlungsvermögen nach. "Wir finden für jeden das Richtige im richtigen Maß", meint Joachim Schmiedl, der Koordinator von "anna". So könne eine Maßnahme mit einer täglichen Arbeitszeit von 4 Stunden beginnen und werde im Lauf der Maßnahme gesteigert. "Wir gehen auf jeden Einzelnen ein, planen und gestalten die Angebote gemeinsam und individuell", so Schmiedl weiter.

Als Rehabilitationseinrichtung und Einrichtung der Jugendsozialarbeit ist die Lernwerkstatt spezialisiert darin, Menschen mit Beeinträchtigungen Chancen im Arbeits- und Berufsleben zu eröffnen. Dies geschieht in einer Vielzahl von Maßnahmen – eine davon ist "anna". Auftraggeber sind die Agentur für Arbeit Regensburg und die Deutsche Rentenversicherung. Die Maßnahme dauert insgesamt 11 Monate, der Beginn ist nach Bewilligung laufend möglich, sofern ein Platz frei ist.

Text: Christine Allgeyer